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„Die schüene Wittmann hät Flüeh!“ 

Wo sonst auf der Welt, als am schönen Niederrhein, spricht man so offenherzig über Krankheiten und kleine Wehwehchen? Nur hier werden die Dinge des Lebens mit Gemütlichkeit („Et kömt wie et kömt“) und doppelter Gelassenheit („Dat hät noch ömmer joot jejange.“) genommen und schon aus dem kleinsten Anlass heraus wird herzlich und ausgelassen gefeiert. 
In diesem sinnfrohen Umfeld sind die Mitglieder der Gruppe „Schäng Blasius Flönz Rakete“ aufgewachsen und haben sich dem heimischen Musikdialekt angenommen. Ingredienzien und Inspiration zur Gründung der Kapelle waren die „niederrheinische Muttermilch“, auch bekannt als Altbier, weitere regionale Köstlichkeiten wie „Hieemel on Eärd“, sprich Flönz mit Apfel- und Kartoffelmus, sowie ein Vorfahre: Schäng Blasius.

Schäng Blasius (mundartlich für Johannes Blasius) war ein Urahn, der in einer Krefelder Husarenkapelle um die Jahrhundertwende die Fiedel spielte und diverse Aufmunterungen zur Fortsetzung der Tradition hinterließ. (Nun, verbürgt ist auch die Anekdote von Urahn Michel, der in Brüssel zur Gründerzeit eine Schweineherde durch eine Tanzgesellschaft jagte.) 
Als Ableger oder besser niederrheinische Bäck-Tuse-Wurzel-Kapelle der „Einstürzenden Heuschober“ zelebrieren sie seit über zehn Jahren die regionale Tanzbodenmusik. 

 

Tanzboden vom Niederrhein bedeutet für sie stampfende, schweißtreibende Musik, augenzwinkernde Texte in Mundart, ausgelassene Spielfreude - die manch schief gespielten Ton gerade sein lässt – und überhaupt viel Spaß anne Freud. Die Musik ist herzlich einladend: Polka, Rheinländer, Walzer und diverse Mischformen.    
Den geneigten Besucher erwartet ein Abend in bewährter niederrheinischer Tradition mit wüsten, ehrlichen und herzlichen Tönen, lauthalsem Mitsingen, dem ein oder anderen Döneken und eine verschwitzte, aber segensreiche Gesellschaft.